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Grundlagen Kennzahlen


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In diesem Beitragsabschnitt geht es insbesondere um die Abgrenzung von Kennzahlen, Kennzahlensystemen und Kennzahlenebenen. Dies soll Ihnen als Grundlage der Kommunikation innerhalb Ihres Unternehmens bzw. Teams nutzen.


Was versteht man unter Kennzahlen?

Sie sind der Anzahl, Menge und Größe nach eine Zusammenfassung von Information, die zum internen und externen Vergleich genutzt werden.

Der Nutzen der Verdichtung von Information besteht in der

- komprimierten Darstellung von Information und Sachverhalten
- qualitativen Abbildung der Realität
- Schaffung von Transparenz
- Anregung von Optimierungen
- Überwachung (Plan-Ist-Gegenüberstellung)
- Vorgabe vom Soll-Zahlen

Da es eine unendliche Vielzahl von Kennzahlen gibt,
unterscheidet man:

- absolute und relative Kennzahlen
- Verhältniszahlen und Anteile (%)
- monetäre und nichtmonetäre Kennzahlen
- Objekt- und funktionsorientierte Kennzahlen
- wert- oder zahlungsorientiere Kennzahlen

Was versteht man unter Kennzahlensystemen?

Die Kennenzahlen werden in einen Kennzahlensystem in unterschiedlicher Balance und Erklärungstiefe zur effizienten Zielerreichung des Unternehmens zusammengeführt. Dabei stehen einzelen Zahlen in einer sachlich sinnvollen Beziehung zueinander. Sie ergänzen und erklären einen übergeordneten Sachverhalt und sind auf ein Ziel ausgerichtet.

Der Nutzen besteht in dem

- Erkennen von Zusammenhängen und Verbesserungspotential
- Ableitung von Zielhierarchien
- Erstellen von Prognosen und Rückblicken
- Kontrolle der Zielerreichung

Beispiele für Kennzahlensystem sind DuPont-System, Balanced Scorecard und EFQM.


Welche Kennzahlenebenen gibt es?

Hier ist die Unterscheidung analog zu den Management- und Controllingebenen.

Normative Kennzahlen


Ziel:

Etablierung gewünschter Unternehmenskultur, Wert und Ethik.


Aufgaben:

- Darstellung von Leitbildern und Werteprofilen
- Darstellung der CSR (Corperate Social Responsibility)
- Grundlage der Compliance definieren
Sie sind die Vorsteuerungsgröße der strategischen Kennzahlen.


Strategische Kennzahlen

Ziel:

Künftige Entwicklung und langfristige Sicherung des Unternehmens. Sie unterstützen bei der einmaligen Entscheidung und Reduzierung der Unsicherheit.


Aufgaben:

- Berücksichtigung der Ressourcen und Markt-Perspektive
- Darstellung der Erfolgspotenziale und Faktoren mit ihren Chancen und Risiken
- Berücksichtigung externer Entwicklungs- und Einflussfaktoren (Umfeld)
- Darstellung der Wettbewerbsvorteile der jeweiligen strategischer Geschäftsfelder
- Erarbeitung und Bewertung von Strategiealternativen
- Ableitung von Strategien und zur Marktpositionierung

Sie sind Grundlage für die operativen Kennzahlen.

Operative Kennzahlen


Ziel:

Sicherung und Realisierung der operativen Ziele bzw. Tätigkeiten sowie die Optimierung der Unternehmensprozesse. Sie unterstützen bei der Koordination der unterschiedlichen Aufgaben.


Aufgaben:

- Stärken und Schwächen darstellen
- Ermittlung der Erfolgsfaktoren
- Grundlage der operativen und taktischen Planung
- Transparenz und Steuerung der Unternehmensbereiche
- Kosten-Nutzen-Relation steht im Vordergrund
- Zahlen und Ergebnisse der Gegenwart und Vergangenheit
- Mittelfristiger Planungshorizont (Jahresplanung und 2-3-Jahresplanung) baut auf internen Informationsquellen auf (Finanzbuchhaltung, Kosten- und Leistungs-rechnung)



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Autor: Yanet Quintana
Datum: 16.12.2016
Bild: Pixabay, StockSnap





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