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Veränderungsmanagement

Was Sie beachten sollten



Veränderungsmanagement- Was sie beachten sollten

Die Notwendigkeit sich immer schneller an den Markt anzupassen, trifft heute jedes Unternehmen. Daher hat die Bedeutung von Veränderungsmanagement rasant zugenommen. Es ist der ständige Begleiter jedes Umstellungsprozesses. Beachten Sie bitte, dass jede Änderung ohne geführtes Change-Management nur schwer umgesetzt werden kann. Was aber nicht bedeutet, dass man Veränderungen exakt planen kann. Man kann sich jedoch darauf einlassen und bestimmte Verhaltensmuster besser einordnen und dementsprechend gegensteuern.


Veränderungsmethode definieren bzw. auswählen

Sie können unter einer Vielzahl von verschiedenen Methoden auswählen. Diese unterstützen Sie bei der Bewältigung von Projekten, Aktivitäten, Maßnahmen und Aufgaben. Dabei sind die Ziele recht unterschiedlich. Die Umsetzung einer neuen Strategie, die Optimierung von Abläufen oder auch das Anpassen bestimmter Verhaltensmuster benötigt eine entsprechende Begleitung. Hierzu werden sogenannte Change-Begleiter eingesetzt; je nach Methode handelt es sich um ein Team oder eine verantwortliche Person.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Methode darauf, dass sie von Ihren Mitarbeitern getragen wird und der aktuellen Unternehmenssituation entspricht. Ich empfehle daher, auf drastische Veränderungsmethoden zu verzichten, es sei denn, Ihr Unternehmen befindet sich in großen Schwierigkeiten. Hier kann eventuell nur eine rigorose Umstrukturierung helfen.


Tipp: Optimieren Sie Ihren Veränderungsprozess!

Jedes Unternehmen hat seinen individuellen Veränderungsprozess. Oft wird dieser nur nicht wahrgenommen. Daher ist es hilfreich ihn zu beschreiben und zu analysieren. Wählen Sie erst danach eine Methode aus - oder entscheiden Sie sich, Ihren Prozess schrittweise anzupassen.


Verbreitete Change-Management-Modelle


3-Phasen-Modell von Kurt Lewin
5-Phasen-Modell von Krüger
8-Phasen-Modell von John P. Kotter
Modell der "Lernenden Organisation"


Kommunikation der Veränderung anpassen

Es gibt einige Änderungen, die einfacher zu kommunizieren sind als andere. Hier unterscheidet man üblicherweise zwischen einer inkrementellen und kontinuierlichen Veränderung sowie der Transformation.

Die Gründe und Ziele sollten deutlich und für alle verständlich kommuniziert werden. Achten Sie auf Ihre Sprache und Wortwahl. Wenn Ihre Belegschaft Fachbegriffe nicht versteht oder Ihre Sätze zu kompliziert und zu verschachtelt sind, ist keinem geholfen. Wenn Sie Bilder nutzen wollen, sollten Sie bedenken, dass es viele Deutungsmöglichkeiten geben kann. Seien Sie also bei der Auswahl besonders achtsam. Schreiben Sie präzise und konkret.


Inkrementelle Veränderung

Hier sollten Sie noch zusätzlich darauf achten, dass jede Stufe, also jedes Zwischenziel, kommuniziert wird und als solche gekennzeichnet wird. Am besten, Sie verbinden diese mit einem positiven Ereignis - auch wenn nicht alles hundertprozentig geklappt hat. Die aufbauende Einstimmung ist für die nächste Stufe essentiell. So können auch Nachbesserungen gezielt zur Sprache gebracht werden.


Kontinuierliche Veränderung

Bei einer permanenten Anpassung liegt die Herausforderung eher in der stockenden Motivation. Warum noch mehr verbessern, wenn das Ziel doch schon erreicht ist? Die Beantwortung dieser Frage sollte der Kernpunkt Ihrer Kommunikationsstrategie sein.


Transformation

Diese Form des Wandels ist wohl am schwierigsten zu realisieren, vor allem wenn die Unternehmenslage noch gar nicht bedenklich ist und alles gut läuft. Der bisherige Erfolg wird nun zum Hindernis, das es zu überwinden gilt. Ihre Kommunikation muss sich stark auf die emotionale Seite konzentrieren. Dabei gibt es zwei Strategien, die sich deutlich unterscheiden:


Die positive Erfahrung stärken:

Die Freude am Ausprobieren neuer Dinge wird ausdrücklich betont. Kreative Ideen werden gesucht und lobend kommuniziert. Berührungspunkte zwischen dem persönlichen Änderungswunsch des Einzelnen und dem notwendigen Wandel des Unternehmens sind Leitgedanken, um den Wunsch nach Umgestaltung nachhaltig zu verankern.


Die negative Erfahrung meiden:

Die negativen Konsequenzen des Nichthandelns und des "Sich-auf-dem-Erfolg-Ausruhens" sind Hauptmerkmale dieser Strategie. Der Veränderungswunsch wir hier von der Dringlichkeit der Situation geleitet. Diese Dringlichkeit zu untermauern ist Kernaussage der Kommunikation.



Veränderungsbereitschaft von einer anderen Seite betrachtet

Stellen Sie sich einmal die Frage, ob es tatsächlich stimmt, was so oft behauptet wird: dass Menschen sich tendenziell nicht gern verändern? Ist nicht doch oft das Gegenteil der Fall! Viele Menschen lieben es, Dinge zu hinterfragen und Neues anzustoßen - sonst gäbe es viel mehr Stillstand.


Es verändert sich jeden Tag etwas. Manchmal nehmen wir es wahr und manchmal nicht. Aber vor allem unterscheiden wir, ob wir nach Vorgabe arbeiten oder ob wir selber die Entscheidung treffen, um etwas zu ändern. Wie viele Personen in Ihren Unternehmen wollten schon immer etwas anderes tun oder etwas Neues aus­probieren? Finden Sie es unbedingt heraus.

Veränderungs­management hat einen wesentlichen Einfluss auf Ihre Unternehmens­kultur, es ist unerlässlich. Die gute Nachricht: Der Mensch ist Förderer der Veränderung - ohne ihn werden Reformen nicht möglich sein. Er ist es, der den Veränderungs­prozess vorantreibt.



Autor: Yanet Quintana
Datum: 22.03.2017
Bild: Fotolia







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